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Misserfolge ohne Missstimmung

Die Teams von Bremen 1860 starten mit Niederlagen in die Saison der Basketball-Oberliga.

Fast hätte es noch zum Ausgleich gelangt für Bremen 1860: Doch 20 Sekunden vor Schluss vergab Paul Müller die letzte Chance für den Basketball-Oberligisten.
Bremen. Zum Auftakt der neuen Saison in der Basketball-Oberliga West der Frauen bekamen es die Spielerinnen von Bremen 1860 in eigener Halle gleich mit einem Titelanwärter zu tun – und zogen sich trotz der 58:69 (22:40)-Niederlage gegen den Bürgerfelder TB beachtlich gut aus der Affäre. „Wir haben gesehen“, bilanzierte Spieler-Trainerin Stefanie Oelfke, „dass wir trotz unserer noch etwas unübersichtlichen Kader-Situation sogar gegen eine bereits gut eingespielte Mannschaft gut mithalten können.“

Nachdem das Team um seine Top-Scorerin Flora Gulyas (27 Punkte) in den ersten beiden Vierteln noch deutlich in Rückstand gelegen hatte (11:21; 22:40), berappelten sich die Gastgeberinnen mit zunehmender Spielzeit und konnten die zweite Hälfte schließlich für sich entscheiden (36:29). Allerdings gelang es den Gästen um deren beste Werferin Anabel Hase (24) dennoch, den Vorsprung über die Zeit zu retten und die Rückfahrt wie erwartet mit zwei Punkten im Gepäck anzutreten.

Neben einer insgesamt ordentlichen Teamleistung stand für die Bremer Interimstrainerin (Cheftrainerin Daria Eickhoff wird aufgrund ihrer Schwangerschaft noch bis auf Weiteres ausfallen) fest, „dass wir unsere Absprache untereinander ebenso noch verbessern müssen wie unser Zusammenspiel“. Dennoch hätten besonders die Nachwuchsspielerinnen einen guten Job gemacht, lobte Oelfke, „und sich während des Spiel bereits kontinuierlich verbessert“.

Das Hauptaugenmerk in den kommenden Trainingseinheiten liegt laut Stefanie Oelfke nun in erster Linie darauf, weiter zu einem Team zusammenzuwachsen und Abstimmungen zu treffen. Auch fehle ihr „die Trainerin an der Seitenlinie, damit ich mich auf das Spiel als Spielerin konzentrieren und meine Mitspielerinnen besser in Szene setzen kann“. Dennoch ist Oelfke von dem Potenzial ihres Teams überzeugt: „Wir haben einige Spielerinnen mit großem Kampfgeist und Erfahrung im Kader und sind auch keine langsame Mannschaft.“

Bremen 1860: Gulyas (27), Misiurek  (8), Oelfke (8), Kriener (7), Niehaus (5), Kehl (2), Baumann (1)
Männer unterliegen Rastede

„Unsere Truppe hat sich leider nicht für eine furiose Aufholjagd belohnt“, resümierte 1860-Abteilungsleiter Niklas Dettlof nach der bitteren 80:87 (34:46)-Niederlage der Bremer Basketballer im Heimspiel gegen den VfL Rastede.

Das gesamte Team startete hochmotiviert, allen Spielern war nach knapp eineinhalb Jahren ohne echten Wettkampf eine große Vorfreude auf den Saisonbeginn anzumerken. Trainer Nashwaan Al-Hadaay hatte die Marschroute klar vorgegeben: „Wir wollten schnell, aber konzentriert spielen“, erläuterte er. Im ersten Viertel kam das Team um Paul Müller allerdings nicht gut ins Spiel, Rastede kontrollierte das Tempo, traf gut aus der Distanz und erzielte immer wieder einfache Korbleger. Bei den Hausherren kam das geplante schnelle Spiel nicht zustande, einfache Punkte blieben aus. Einen Ruck brachte Nazeem Ninjie im zweiten Viertel, „weil er mit viel Herzblut über das ganze Feld verteidigte“, erklärte Niklas Dettlof, „und der Mannschaft neue Energie gab“.

Mit einem verdienten Rückstand ging es in die Halbzeit, die Ansprache des Trainers war kurz: "Mehr Leidenschaft und Einsatz“, so lautete seine Forderung. Und seine Worte fanden Gehör: Nach kurzer Findungsphase kam 1860 deutlich besser ins Spiel und baute mehr Druck in der Verteidigung auf, wobei sich Ninjie, Ben Rosendorff und Keanu Morgan hervor taten. Nach und nach verkürzten die Gastgeber den Vorsprung und kamen bis zum Beginn des Schlussviertels auf drei Punkte heran. In den letzten zehn Minuten ging es hin und her, jeder Korb der einen wurde mit einer guten Aktion der anderen Seite beantwortet. Bei 20 Sekunden Restzeit und drei Punkten Rückstand vergab Paul Müller schließlich knapp die Chance zum Ausgleich.

„Wir alle waren uns einig, dass wir noch an vielen Dingen arbeiten müssen“, bilanzierte Niklas Dettlof mit Blick auf das kommende Spiel bei der BG 89 Rotenburg/Scheeßel, „aber in der zweiten Halbzeit haben wir unsere Identität gefunden.“

Quelle: Christian Markwort
Weser-Kurier-Kurier, Stadtteilkurier Seite 10, Ausgabe 07.10.2021
Bild: Bremen 1860
 

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